„Kreatives Europa“ (Programmgeneration 2021-2027)

„Kreatives Europa“ ist das Förderprogramm für Europas audiovisuelle Branche sowie die Kultur- und Kreativwirtschaft. Gefördert werden können in diesem Programm beispielsweise europäische Kooperationsprojekte, europäische Plattformen für Kultureinrichtungen oder Festivals und Unternehmen, die Promotion-Maßnahmen für den europäischen Film durchführen. Für die evangelische Kinder- und Jugendarbeit können unter diesem Programm größere kulturelle Projekte, die gemeinsam mit mehreren europäischen Partnern durchgeführt werden sollen, für eine Förderung in Frage kommen. Das europäische Förderprogramm „Kreatives Europa“ soll dazu beitragen, den europäischen Kultur- und Wirtschaftsraum zu stärken und einen europäischen Kulturraum zu errichten.

Frau hinter bunter Filmklappe

Foto: Unsplash/Mason Kimbarovsky

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"Kreatives Europa" - was bedeutet das?

Das Programm „Kreatives Europa“ zielt darauf ab, Kultur- und Kreativschaffende sowie die europäische Filmindustrie in Europa über Grenzen hinweg zu unterstützen und einen gemeinsamen europäischen Kulturraum zu errichten. Gefördert werden soll dabei der europäische Kultur- und Kreativsektor als Wirtschaftszweig.

Das bedeutet, es werden keine Kulturprojekte um ihrer selbst willen gefördert. Vielmehr werden Projekte gefördert, um den Sektor wirtschaftlich zu stärken, beispielsweise durch die Erschließung neuer Publikumsgruppen, die Schaffung von Strukturen zur Unterstützung von Künstler*innen und den Aufbau von nachhaltigen Kooperationsstrukturen und Synergien zwischen Einrichtungen im Kultur- und Kreativbereich.

Der Begriff „Kultur- und Kreativsektor“ wird dabei weit gefasst und bezieht sich auf alle Sektoren, deren Aktivitäten auf kulturellen Werten oder künstlerischen und anderen individuellen oder gemeinschaftlichen kreativen Ausdrucksformen beruhen. Der europaweite Austausch und die Vernetzung von Akteur*innen der Kreativbranche stehen im Vordergrund.

Programmstruktur und Fördermöglichkeiten für die Evangelische Kinder- und Jugendarbeit

„Kreatives Europa“ gliedert sich in die drei Teilbereiche „Kultur“, „Media“ für die audiovisuelle Branche und den „Sektorübergreifenden Bereich“.
Für Kulturprojekte aus der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit kommt für eine Antragstellung insbesondere der Teilbereich „Kultur“ in Frage. In der Folge beziehen sich daher alle Informationen auf diesen Bereich. Der Teilbereich „Kultur“ richtet sich an Einrichtungen und Organisationen, die im Kulturbereich aktiv sind. Eine Antragstellung ist somit zum Beispiel für Kinder- und Jugendchöre oder –orchester denkbar.

Was ist förderfähig?

Der Programmteil „Kultur“ gliedert sich wiederum in verschiedene Teilbereiche. Für die evangelische Kinder- und Jugendarbeit ist dabei vor allem der Teilbereich „Europäische Kooperationsprojekte“ von Interesse. Hier stehen für Projekte zum einen die sogenannten „kleinen Kooperationsprojekte“ und zum anderen die sogenannten „großen Kooperationsprojekte“ zur Auswahl.

Für die Beantragung beider Arten von Kooperationsprojekten ist die grenzübergreifende Zusammenarbeit mit Partnern aus anderen europäischen Ländern (EU-Mitgliedstaaten und teils weitere europäische oder außereuropäische Länder) unerlässlich.

Welche Länder als Partner in Frage kommen und alle weiteren wichtigen Rahmenbedingungen für förderfähige Projekte sind auf den Webseiten der Europäischen Exekutivagentur „Bildung, Audiovisuelles und Kultur“ sowie des Creative Europe Desks zu finden. Hier finden sich auch alle relevanten Informationen rund um die Antragstellung.

Kooperationsprojekte

Konkret geht es bei großen und bei kleinen Kooperationsprojekten darum, die grenzübergreifende kulturelle Zusammenarbeit zwischen Kultureinrichtungen in mehreren europäischen Ländern und den interkulturellen Austausch in Europa zu stärken sowie einen Beitrag dazu zu leisten, dass neue Publikumsgruppen gewonnen werden können. Außerdem soll mit ihrer Hilfe die grenzüberschreitende Mobilität von Künstler*innen und ihrer Werke gefördert und die Professionalisierung und Internationalisierung von Personen und Organisationen im Kulturbereich verbessert werden.

Förderfähig sind Kultur- und Kreativprojekte, die den interkulturellen Austausch stärken und einen Beitrag dazu leisten, dass neue Publikumsgruppen erschlossen werden.
Die Antragstellung für Kooperationsprojekte im Rahmen des Programms Kreatives Europa erfolgt online über die Europäische Exekutivagentur „Bildung, Audiovisuelles und Kultur“ in Brüssel. Für eine Projektberatung kann der Cultural Contact Point in Bonn genutzt werden. Wie immer steht für ev. Einrichtungen aus Kirche und Diakonie auch die „Gemeinsame Servicestelle für EU-Förderpolitik und Projekte von EKD und Diakonie Deutschland“ zur Beratung zur Verfügung.

  1. Für einen Projektantrag für ein kleines Kooperationsprojekt werden neben dem Antragsteller mindestens zwei weitere Einrichtungen aus mindestens zwei weiteren europäischen Ländern als Partner benötigt – insgesamt mindestens drei Partnereinrichtungen aus drei europäischen Ländern. Außerdem müssen für beantragte Projekte immer mindestens 40% der Projektkosten aus Eigenmitteln oder anderen Finanzierungsquellen geleistet werden.

  2. Für die Beantragung eines großen Kooperationsprojekts werden neben dem Antragsteller mindestens fünf weitere Einrichtungen aus mindestens fünf verschiedenen Ländern als Partner benötigt – insgesamt sechs Partnereinrichtungen aus sechs europäischen Ländern. Zudem müssen für beantragte Projekte mindestens 50% der Projektkosten aus Eigenmitteln oder anderen Finanzierungsquellen geleistet werden.

Links


Veranstaltungen

    1. EU-Förderseminar für Neueinsteiger*innen

      Das aej-Infoseminar zu europäischen Fördermitteln für die evangelische Jugendarbeit soll Neueinsteiger*innen einen ersten Überblick über die europäische Förderlandschaft vermitteln. Wichtige europäische Förderprogramme für die evangelische Jugendarbeit werden vorgestellt.
    1. EU-Förderseminar für Erfahrene

      Im aej-Infoseminar für erfahrene Antragsteller*innen mit Informationen zur neuen Fördermittelgeneration (2021-2027) erfahren Antragsteller*innen, die bereits Vorkenntnis im Bereich der Europäischen Fördermittel haben, was sich mit dem Wechsel zur neuen Generation der EU-Förderprogramme ab dem Jahr 2021 ändert.

Kontakt

Dorothee Ammermann
Referentin für Europäische Jugend- und Bildungspolitik
Marianne Malten
Assistentin für Europäische Jugend- und Bildungspolitik
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