Kinder- und Jugendarbeit in ländlichen Räumen

Feld mit grünem Weizen und Kapelle am Horizont

Foto: Pixabay/Broin

Ein Großteil der evangelischen Jugendlichen in unserem Land leben in ländlichen Räumen. Evangelische Jugendarbeit muss also zwingend angepasst sein an den ländlichen Lebensraum und die Lebenswirklichkeit der Bewohner*innen.

Evangelische Jugend in ländlichen Räumen (ejl)

Jugendliche in ländlichen Räumen sind Studien zufolge mit dem ländlichen Leben zufrieden, und sie beschäftigen sich mit den gleichen Themen wie Jugendliche aus der Stadt. Jedoch sind die Lebensbedingungen von Jugendlichen auf dem Lande andere als die in der Stadt. Ländliche Räume sind durch lange Wege, schlecht ausgebauten Öffentlichen Personenverkehr und weniger Freizeitangebote für viele Jugendliche unattraktiv. Andererseits gibt es in ländlichen Regionen viele Chancen, die häufig nicht genutzt und in pädagogische Konzepte nicht mit eingebunden werden.

Im ländlichen Raum zu leben heißt, in einem kleinen System demografische, technologische und agrarische Veränderungen intensiv zu erfahren – an einer Schnittstelle von Tradition und Moderne, Dorfidylle und Digitalisierung.


Themen der ejl

Jugendangebote richten sich meist an Jugendliche in städtischen Bereichen, und nur sehr wenige Angebote sind auch in ländlichen Räumen umsetzbar. Dafür werden in ländlichen Bereichen eigene Konzeptionen benötigt, die der Region angepasst sind. Konzepte, die sich zwischen Moderne und Tradition bewegen, damit Jugendliche interessante Angebote finden bzw. entwickeln können.
Wie ist es möglich, dass sie trotz weiter Wege z.B. nachmittags die Erntekrone binden, am Abend in der Scheunendisko feiern und am nächsten Morgen im Posaunenchor der Kirche spielen? Wie können sie im Zeitalter des Internets ihre Träume vom Leben umsetzen, sodass sie sich im Dorf oder in der Region treffen und Pläne schaffen, die so attraktiv sind, dass die Jugendlichen die Qualitäten ihres Lebensumfeldes schätzen lernen?


Internationale Grüne Woche

Die ejl war in den letzten Jahren immer wieder bei der Internationalen Grünen Woche in Berlin mit einem eigenen Stand vertreten. Durch die Präsenz bei der IGW wird die Arbeit der Evangelischen Jugend in ländlichen Räumen einem breiten Publikum vorgestellt. Dabei ist sie vor allem ein Austauschforum für Jugendliche aus ländlichen Räumen, bringt Themen der Jugend ins Gespräch, präsentiert Evangelische Jugend als relevanten Akteur in ländlichen Räumen und fokussiert gesellschaftspolitische Herausforderungen der Entwicklung ländlicher Räume und im Bereich Ernährung.

Dossier

Internationale Grüne Woche (IGW)

Die Internationale Grüne Woche (IGW) ist für die ejl ein Austauschforum für Jugendliche aus ländlichen Räumen, bringt Themen der Jugend ins Gespräch und präsentiert Evangelische Jugend als relevanten Akteur in ländlichen Räumen.


Dossier

Marmelade für Alle!

Die Kampagne Marmelade für Alle! hat das erklärte Ziel, ein Bewusstsein für die Bedeutung und den Wert von Lebensmitteln zu schaffen.


Kooperationen

Kooperationspartner*innen der ejl



Förderung: Grüne Mittel

Die Evangelische Jugend in ländlichen Räumen veranstaltet mit Kooperationspartnern Informationsveranstaltungen, die durch Mittel des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert werden. Die Förderung liegt bei bis zu 50% der Ausgaben. Die Veranstaltungen müssen im Jahr zuvor von der ejl beim BMEL beantragt werden.

Gefördert werden Aktivitäten zu allen Themen des Bundesministeriums. In den Worten der Website: gesunde Ernährung, sichere Lebensmittel, attraktive ländliche Regionen, starke Landwirtschaft, artgerechte Tierhaltung, vielfältige Wälder, nachhaltige Fischerei. Hierzu gehören zum Beispiel: Demografie, Rechtsextremismus, Zu- und Abwanderung, Geflüchtete.


Kontakt

Dr. Karsten Schulz
Referent für Evangelische Jugend in ländlichen Räumen
Ria Rubow
Sachbearbeiterin für Evangelische Jugend in ländlichen Räumen