Auftrag und Ziele der Arbeitsgemeinschaft

Orientiert an Christus der Vielfalt eine Chance zu geben und für die Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen zu arbeiten - das ist das Leitmotiv der aej. Mit der Satzung und den Ordnungen ist rechtlichen Rahmen gegeben, um die Arbeit zu fördern und durch die Vielfalt der aej-Mitglieder und ihrer Arbeit jungen Menschen das Evangelium nahezubringen.

Kompass

Foto: Pixabay/Mario Aranda

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Die Leitziele der aej

  1. Evangelische Jugend prägt den persönlichen Glauben an Gott.

    Orientiert an Jesus Christus! So lautet die Antwort nach dem Grund evangelischer Kinder- und Jugendarbeit. Bei allen Aktivitäten der Evangelischen Jugend steht die Frage nach dem Glauben an erster Stelle. Die Evangelische Jugend begleitet Kinder und Jugendliche bei ihrer Suche nach Gott und der Entwicklung ihrer Glaubensidentität. Mit der BasisBibel liegen bislang das Neue Testament und die Psalmen in anspruchsvoller und zeitgemäßer Übersetzung vor. Die Veröffentlichung der gesamten Übersetzung wird 2021 erwartet. Aber auch beim Kirchentag, beim Ökumenischen Jugendkreuzweg und in Jugendkirchen bieten sich für junge Menschen unzählige Möglichkeiten, ihren Glauben zu entfalten und als tragenden Grund ihres Lebens zu entdecken.

  2. Evangelische Jugend verwirklicht Gerechtigkeit zwischen Menschen, zwischen den Geschlechtern und den Generationen in der Einen Welt.

    Evangelische Kinder- und Jugendarbeit wird von Kindern und Jugendlichen selbst gestaltet. Das ist ein Markenzeichen der Evangelischen Jugend. Auch die Gesellschaft lebt vom Gestaltungswillen und der Bereitschaft zur Verantwortung vieler einzelner Menschen und Gruppen. Ob beim Engagement für eine nachhaltige Entwicklung, Geschlechtergerechtigkeit und eine inklusive Gesellschaft, im interreligiösen und interkulturellen Austausch oder bei Präventivaktionen gegen Rassismus und Rechtsextremismus – mit ihren vielfältigen Aktivitäten steht die Evangelische Jugend für die Teilhabe junger Menschen an der Gestaltung des Zusammenlebens und der Gesellschaft. Weil es um die Interessen und die Zukunft kommender Generationen geht, verschafft ihnen die Evangelische Jugend Gehör in Kirche, Politik und Gesellschaft.

  3. Evangelische Jugend zeigt Wege in die Welt auf.

    Evangelische Kinder- und Jugendarbeit orientiert sich an der Lebenswirklichkeit junger Menschen und nimmt ihren Sozialraum in den Blick. Damit verlässt sie die kirchliche Binnenperspektive und entdeckt mit Kindern und Jugendlichen die Möglichkeiten, die sich beim Blick über den Tellerrand bieten. Die partnerschaftlichen Beziehungen zu Polen, zum Heiligen Land und zum Vereinigten Königreich, das globale Lernen, das Engagement für die sozial-ökologische Transformation und die europäische Dimension von Kinder- und Jugendarbeit sind wesentliche Aspekte der umfangreichen Angebote, die Kinder und Jugendliche ins Weltgeschehen hineinnehmen. Sie erkennen sich und ihr Leben im Zusammenhang globaler Entwicklungen, erweitern ihren Horizont und werden handlungsfähig.

  4. Evangelische Jugend erkämpft Räume in Kirche, Politik und Gesellschaft.

    Kinder und Jugendliche brauchen Zeit und zweckfreien Raum für ihre persönlichen Fragen und die Suche nach dem eigenen Lebensentwurf. Die Evangelische Jugend bietet ihnen die lebensnahen Orte dafür. Und sie macht sich dafür stark, dass das gefördert wird. Denn ohne finanzielle Förderung könnten viele der anspruchsvollen Konzepte evangelischer Kinder- und Jugendarbeit nicht verwirklicht werden.

  5. Evangelische Jugend beteiligt sich an allen Entscheidungen, die junge Menschen betreffen.

    Partizipation ist nicht nur das Herzstück von Demokratie, sondern auch ein entscheidendes Merkmal evangelischer Kinder- und Jugendarbeit. Mit ihrem Engagement für die Stärkung des Ehrenamts und für eine Beteiligung junger Menschen in Kirche, Politik und Gesellschaft ist die Evangelische Jugend dort zur Stelle, wo Entscheidungen fallen. Sie sorgt dafür, dass Beteiligung nicht repräsentativ bleibt, sondern echt und wirkungsvoll ist.

  6. Evangelische Jugend bestimmt und sichert Qualität in der Kinder- und Jugendarbeit.

    Wo Evangelische Jugend draufsteht, ist Qualität drin. Für fachlich fundierte und der Lebenswirklichkeit junger Menschen entsprechende Programme sorgen unzählige ehrenamtlich und hauptberuflich Aktive der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit. Bei der Qualifizierung von Verantwortlichen im Bereich der Freizeit- und Begegnungsarbeit, in Freizeiteinrichtungen und einer Vielzahl von Materialien zu aktuellen Fragestellungen wie Inklusion oder Sexualität gilt: Vor der Quantität kommt die Qualität. Die Statistik der Evangelischen Jugend macht das künftig nachvollziehbar und sichtbar.

     

  7. Evangelische Jugend erzielt mit Partnerinnen und Partnern nachhaltig Wirkung in Kirche, Ökumene, Politik und Gesellschaft.

    Wirkungsvolles Engagement braucht tragfähige Netzwerke. Mit ihren Partnerinnen und Partnern in Kirche, Ökumene, Politik und Gesellschaft nimmt die Evangelische Jugend Einfluss in unterschiedlichen Bereichen und Gestaltungsprozessen. Der inhaltliche Austausch in Netzwerken weitet den Horizont des protestantischen und jugendbezogenen Netzwerkes aej, bereichert kirchliche und gesellschaftliche Debatten und schafft Synergieeffekte. Das schont nicht nur Ressourcen, sondern erzielt Wirkung.

     

Die Satzung der aej

  1. Im Dezember 1949 erweiterte sich die nach dem Krieg ins Leben gerufene Jugendkammer der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der auch die Werke und Verbände evangelischer Kinder- und Jugendarbeit zugehörten, um die „Jugendarbeit der Freikirchen“ und bildete damit die „Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend Deutschlands“. Sie wurde 1971 in „Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in der Bundesrepublik Deutschland und Berlin West e. V.“ (aej) umbenannt.

    1991 fand die Zusammenführung der für lange Jahre getrennten Organisationsstrukturen in zwei deutschen Staaten unter ein gemeinsames Dach als „Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in der Bundesrepublik Deutschland e. V.“ (aej) statt.

    Die Zusammenführung sollte nicht als bloße Aufnahme neuer Mitglieder oder als Beitritt vollzogen werden. Die neue Arbeitsgemeinschaft sollte auch in der Satzung und in den Arbeitsformen ihren Ausdruck finden. Die Satzung und die Ordnungen der aej wurden darum grundlegend überarbeitet und im Rahmen der Mitgliederversammlung in Osnabrück im November 1992 beschlossen. Nach einer Erprobungsphase folgten Anpassungen, die von der 104. Mitgliederversammlung vom 8. bis 10. März 1996 in Dassel beschlossen wurden.

    Die gesellschaftlichen und kirchlichen Entwicklungen machten im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts eine Novellierung der Ordnungen und der Satzung notwendig. Insbesondere neue flexiblere Arbeitsformen wurden erprobt und mit der Beschlussfassung der 116. Mitgliederversammlung vom 23. bis 26. November 2006 in Plön in die Ordnungen übernommen. Gleichzeitig wurden neue satzungsrelevante Mitwirkungsmöglichkeiten geschaffen und die aej erhielt einen kürzeren Namen:
    Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej).

    Damit wurde der Tatsache Rechnung getragen, dass veränderte Herausforderungen, Rahmenbedingungen und Entwicklungen in der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit auch auf ihre Entsprechung in den Organisations- und Arbeitsformen dringen. Insofern zeugen auch die Satzung und ihre Ordnungen davon, dass evangelische Kinder- und Jugendarbeit ein Prozess permanenter Entwicklung und Veränderung ist. Satzung und Ordnungen bilden zwar lediglich den Rahmen und können die Arbeit nicht ersetzen, aber sie sollen diese in transparenter und berechenbarer Weise ermöglichen und dabei die Lebenswirklichkeit, in der und auf die bezogen wir Evangelische Jugend gestalten wollen, im Blick behalten.

    Darum verbindet sich mit der Satzung und ihren Ordnungen die Hoffnung, dass sie die Arbeit fördern. Das gilt sowohl für die Schwerpunktsetzung außerschulischer Bildung mit Kindern und Jugendlichen als auch für die gemeinsame Zielsetzung, durch die Vielfalt der Mitglieder der aej und ihrer Arbeit jungen Menschen das Evangelium nahezubringen.

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Kontakt

Michael Peters
Generalsekretär
Ulrike Abel
Stabsstelle Generalsekretariat, Geschäftsstellen- und Verbandsmanagement
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